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Kindersicherheit in sozialen Medien - wie sollte man hier vorgehen?


Während Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren im Internet sich meist nur für Spiele, Videos und Musik interessieren, nimmt das Interesse an sozialen Medien in der Altersklasse zwischen elf Jahren und 14 Jahren drastisch zu. Hier gehört das eigene Facebook Konto schon zum "guten Ton", Twitter zum Informationsaustausch und wer kein Instagram besitzt, kann oftmals nicht mitreden, wenn Freunde und Klassenkameraden über "Geteiltes" diskutieren. Vor allem Facebook kann eine potenzielle Gefahr für unerwünschte Kontakte darstellen, weshalb es wichtig ist, dass auch hier Kindersicherungen vorzunehmen sind, wenngleich soziale Medien für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gar nicht geeignet sind, zumal ein eigener Account auch erst ab 13 Jahren erlaubt ist.Dies beginnt mit den Sicherheitseinstellungen. Facebook bietet hier zum Beispiel die Funktion der Privatsphäre. In diesem Einstellungsbereich sollten Eltern veröffentliche Beiträge nur für Freunde sichtbar, erlauben.

Freundschaftanfragen sind lediglich von Freunden von Freunden möglich oder werden ganz deaktiviert. Das Profil ist ebenfalls von Bedeutung. Hier ist darauf zu achten, dass nicht zu viele private Informationen preisgegeben werden. Das Sperren von zuvor geposteten Fotos ist sinnvoll. Eltern sollten für den Facebook-Zugang die zweistufige Authentifizierung aktivieren, wenn sie Kontrolle darüber haben möchten, wann ihr Kind online gehen soll. Das bedeutet, neben einem normalen Konto-Passwort wird ein zweiter Code zum Beispiel per SMS an das Handy der Eltern verschickt, der zum Einloggen in den Account zusätzlich eingegeben werden muss. So stellen Eltern sicher, dass ihr Kind nicht ohne ihr Wissen Facebook nutzen.Über den Verlauf von sozialen Medien können in der Regel Benachrichtigungen via E-Mail erfolgen. Ist hier eine E-Mail eingetragen, auf welche Eltern Zugriff haben, erhalten diese eine gute Kontrolle darüber, woran ihr Kind Interesse gezeigt hat, wo es aktiv war beziehungsweise ob Reaktionen von anderen Usern stattfinden. Frühestens ab 2018 sollen für Facebook, Snapchat sowie Twitter spezielle Kinderschutzfunktionen für minderjährige Kinder in ihrer Entwicklung abgeschlossen sein. Bis dahin müssen Eltern mit den allgemeinen Sicherheitsschutzfunktionen Vorlieb nehmen. Eine besondere Sicherheitslücke zeigt sich vor allem bei Whats App, welches mittlerweile durch die Gruppenchat-Funktion ebenfalls als eine Art Social Media entwickelt hat. Vorsicht ist hier vor allem bei Whats App, welche die Schule betreffen, geboten, wozu auch andere Chatrooms benutzt werden. Schützen kann man sich hier nur wenig, denn es reicht, wenn einfach jemand einen anderen dem Gruppenchat hinzufügt. Dies benötigt nicht die Zustimmung des Empfängers. Mobbing ist hier an der Tagesordnung. Hier bleibt Eltern nur, regelmäßig Chatverläufe manuell zu kontrollieren oder Chatrooms generell zu sperren.

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Sicherheit beim Surfen im Internet: geschützte Accounts

Grundsätzlich sollte Kindern bis mindestens 14 Jahren am PC ein eigener Account eingerichtet werden. Auf diese Weise schützen Eltern nicht nur ihre sensible Daten vor Zugriff, sondern können für diesen Account auch besondere sicherheitsrelevante Schutzmaßnahmen vornehmen. Hier besteht die Möglichkeit, für den Kinder-Account bestimmte Programme auf dem PC zu blockieren und Einschränkungen für spezielle Inhalte anzugeben, die an das jeweilige Alter des Kindes angepasst werden können. Dabei sind komplette Webadresse ebenso blockierbar, wie bestimmte Schlagwörter, welche Kinder auf der Suche nach Webinhalten angeben oder als Werbung sich automatisch öffnen können. Typische Schlagwörter sind zum Beispiel "Porno - Gewalt - Mord - Tod - Krieg - Musik und Film Download - Waffen". Derartige Schlagwörter sind vor allem für Jugendliche zwischen 11 und mindestens 14 Jahren einzugeben. Bei den ganz Kleinen zwischen sechs Jahren und zehn Jahren sind weitere Einschränkungsfunktionen zur Kindersicherheitsinnvoll. So kann zum Beispiel der Internetzugang vollständig blockiert und der PC nur zum Spielen genutzt werden.

Downloads sind hierbei im Kinder-Account zu sperren und nur über den Eltern-Account vorzunehmen. Im Anschluss sind die heruntergeladenen Spiele für den Kinder-Account freizugeben, sodass der Nachwuchs Zugang zum Spiel erhält. Downloads grundsätzlich zu sperren, ist für beide Alterskategorien empfehlenswert. Vor allem Jugendliche zwischen elf Jahren und 14 Jahren können sonst schnell in die Kostenfalle sowie Illegalität tappen, da unzählige verbotene und/oder kostenpflichtige Musikdownloads im Internet vertreten sind. Bei internetfähigen Handys verhält es sich ähnlich mit den Einschränkungen für die Internetnutzung von Kindern. Allerdings kann hier kein zweiter Account angelegt werden. Insbesondere bei Kindern bis zehn Jahren ist es ratsam, eine Zeitlimitierung der Internetnutzung zu aktivieren. Dies erspart Eltern den ewigen Blick auf die Uhr, um zu verhindern, dass ihre Kinder mehr Zeit im Internet verbringen, als es ihnen gut tut. Auf die Speicherung von Zahlungsinformationen auf dem Handy sollten Eltern generell verzichten, wenn der Zugriff darauf nicht durch ein Passwort geschützt werden kann.Zudem bietet hier die Funktion "Kindersicherung" bei iOS Smartphones einen kontrollierten Zugriff auf Webinhalte, die den jeweiligen Altersklassen angepasst werden können. Über Filterfunktionen dürfen Eltern bestimmen, welche Arten von Apps sowie Spielen das Kind herunterladen kann.Bei Android-Handy stehen ebenfalls Jugendschutzeinstellungen zur Auswahl, über die mithilfe von zu blockierenden Schlagwörtern und Websites die Internetnutzung eingeschränkt werden kann. Der Play Store erlaubt Einstellungen, die nur das Herunterladen von altersgerechten Apps, Filmen sowie Musikdateien ermöglichen, was für beide Alterskategorien zwischen sechs Jahren und mindestens 14 Jahren ratsam ist. Die Jugendschutzfunktion lässt sich im Play Store ebenso mit Passwort schützen, wie die Berechtigung, Online-Einkäufe über den Play Store vornehmen zu können. Zusätzlich sollte das GPS ausgeschaltet werden, welches den Standort des Kindes im Internet anzeigt. Für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren empfiehlt es sich zudem, den Internetzugang zu deaktivieren und sich rein auf heruntergeladene Spiele, Videos oder Musik zu beschränken, die Eltern vorab als kindgerecht eingestuft haben.
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